IQWiG – ThemenCheck Medizin: Fragen an die Wissenschaft

Beim IQWiG können Interessierte noch bis Ende Juli Vorschläge für kün

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Was bringt eine bestimmte Untersuchung wirklich? Welche Vor- und Nachteile hat eine neue Behandlungsmethode? Für diese Fragen ist in Deutschland das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Medizin zuständig, das IQWiG. Doch welche der vielen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden sollen wissenschaftlich bewertet werden? Welche dringenden Fragen sind bisher auch aus medizinisch-wissenschaftlich Sicht offen? Interessierte können noch bis Ende Juli Vorschläge beim "ThemenCheck Medizin" (www.themencheck-medizin.iqwig.de) einreichen. Das IQWiG wählt dann bis zu fünf Themen aus, die in der nächsten Zeit bearbeitet werden.

HTA-Berichte: Grundlage für Entscheidungen in der Gesundheitsversorgung

Für die Bearbeitung der offenen Fragen werden wissenschaftliche Teams ausgewählt, die das verfügbare Wissen zum jeweiligen Thema zusammentragen sollen: Ist ein neues Verfahren besser als das bisherige? Was sind seine Vor- und Nachteile? Eine Rolle spielt auch, wie sicher und wirtschaftlich es ist. Auch ethische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte sollen berücksichtigt werden.

Am Ende steht ein sogenannter HTA-Bericht. HTA steht für "Health Technology Assessment", zu Deutsch die wissenschaftliche Bewertung von Gesundheitstechnologien. Solche HTA-Berichte dienen als Grundlage für Entscheidungen in der Gesundheitsversorgung. Zusätzlich zu diesem umfassenden Bericht soll es eine leicht verständliche Kurzfassung geben.

Welche Verfahren werden bewertet? Grundsätzlich sind alle Themen geeignet, die die Gesundheitsversorgung betreffen: von Vorsorgemaßnahmen und Früherkennung über Diagnostik, medizinischer Behandlung bis hin zur Rehabilitation.

Was kann nicht berücksichtigt werden? Fragen zur persönlichen Krankheitsgeschichte können in einem HTA-Bericht nicht beantwortet werden. Ebenso geht es nicht um die Bewertung des Nutzens oder der Risiken von Arzneimitteln, dafür gibt es andere Bewertungsverfahren.

Wo kann man seine Vorschläge einreichen? Dafür hat das IQWIG die Plattform "ThemenCheck Medizin" geschaffen: Über ein Internet-Formular kann man seinen Vorschlag senden. Dafür muss man einen Zugang anfordern, mehr dazu unter www.themencheck-medizin.iqwig.de/de/das-verfahren/vorschlaege-machen.68.html.

Diese fünf Themen werden schon bearbeitet

Bereits letztes Jahr gab es die erste Runde für Vorschläge. Ausgewählt wurden Fragestellungen zur Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, zu Depression und Angsstörungen sowie zur Wirbelsäulenverkrümmung. Auch ein Thema aus dem Bereich Krebsbehandlung wird bereits bearbeitet: Dabei geht es um die Frage, ob eine begleitende Musiktherapie bei Krebspatienten zu besseren Behandlungsergebnissen führt, und ob sie einen Einfluss auf die Lebensqualität Betroffner und die Begleitsymptome einer Krebserkrankung und -therapie hat.

Die HTA-Berichte zu diesen ersten fünf Themen sollen ab 2018 veröffentlicht werden.

Zum Weiterlesen

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG, www.iqwig.de) bewertet im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und des Gemeinsamen Bundesausschusses Nutzen und Schaden von medizinischen Maßnahmen. Seine wissenschaftlichen Berichte dienen als Grundlage für Entscheidungen im Gesundheitswesen, zum Beispiel die Kostenübernahme durch Krankenkassen.

Mit dem Portal ThemenCheck Medizin www.themencheck-medizin.iqwig.de betreibt das IQWiG eine Plattform zum Austausch zwischen der Wissenschaft und der Öffentlichkeit. Dort können fortlaufend Vorschläge eingereicht werden, zu denen Interessierte eine wissenschaftliche Bewertung und einen HTA-Bericht wünschen.

HTA-Berichte: Der Begriff "Health Technology Assessment" stammt aus den USA und bezeichnet die systemstische Bewertung medizinischer Verfahren und Technologien. HTA-Berichte dienen als Grundlage zur Entscheidungsfindung im Gesundheitswesen und in der Gesundheitspolitik. Seit 2016 betreut das IQWIG das öffentliche Vorschlagsverfahren für neue HTA-Berichte in Deutschland.
Vorher lag diese Aufgabe beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI, www.dimdi.de). Beim DIMDI finden sich bereits veröffentlichte HTA-Berichte unter www.dimdi.de/static/de/hta/db/berichte.htm.

Mehr beim Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums
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Welche Rolle heute wissenschaftliche Beweise in der Krebsmedizin spielen, und was Krebspatienten von HTA-Berichten und sogenannten Leitlinien haben, erläutern wir auch auf unseren Internetseiten: "Evidenzbasierte Medizin und Leitlinien: Qualitätssicherung in Krebsforschung und Krebsmedizin".

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