Krebsrisiko durch Veränderungen im Erbgut
Menschen mit LFS tragen bestimmte Veränderungen in ihrem Erbgut. Meist ist ein bestimmter Abschnitt betroffen: Der Bauplan für ein Eiweiß mit dem Namen p53. Dieses Eiweiß sorgt dafür, dass geschädigtes Erbmaterial repariert wird oder zu stark geschädigte Zellen absterben. Deshalb nennt man p53 auch "Wächter des Genoms".
Ausfall des Wächters begünstigt Krebs: Arbeitet p53 nicht richtig, dann überleben geschädigte Zellen und können sich häufiger zu Krebszellen entwickeln.
Weitere Forschung notwendig
Patientinnen und Patienten mit LFS benötigen regelmäßige Früherkennungs-Untersuchungen. Welche Untersuchungen am besten geeignet sind und wie häufig sie stattfinden müssen, müssen Ärzte und Wissenschaftler noch weiter erforschen. Auch die Frage, ob die Krebstherapie eine andere sein sollte als bei nicht-LFS-Betroffenen, ist noch nicht vollständig geklärt.
Betroffene und ihre Angehörigen haben sich deshalb in der Li-Fraumeni Syndrome Association Deutschland e.V. zusammengeschlossen. Sie möchten die Forschung zu dieser Erkrankung fördern, Menschen mit LFS unterstützen und das Krebssyndrom insgesamt bekannter machen.
Zum Weiterlesen
Weitere Informationen über die Li-Fraumeni Syndrome Association Deutschland e.V. erhalten Sie auf der Internetseite des gemeinnützigen Vereins.
Auf der Internetseite des Projekts Forschung, Information, Therapie (FIT) finden Sie ausführliche Informationen zu verschiedenen Krebssyndromen, unter anderem auch zum Li-Fraumeni-Syndrom.
Anlaufstelle bei familiären Krebserkrankungen: Das BRCA-Netzwerk e.V. bietet Betroffenen und ihren Angehörigen Hilfe und Beratung.
Informationen des Krebsinformationsdienstes
In unserem Text Erblicher Krebs finden Sie Informationen zu einer familiären Krebsbelastung, zu Ansprechpartnern bei einem Verdacht und zum Ablauf eines Gentests.